Die offiziellen Qualitätsstufen des Italienischen Weines:
Erst 1963 konnte man sich in Italien zu einer Weingesetzgebung einigen, die Weinkategorien und Herkunftsbezeichnungen verbindlich festschreibt. Noch heute sind diese Kategorien gültig, sie lassen sich wie folgt qualitativ aufsteigend darstellen:
Vino da Tavola (Tafelwein): Hier handelt es sich um die einfachste Kategorie des italienischen Weins. Eine geographische oder anderweitig qualifizierende Bezeichnung (z.B. Jahrgang) liegt hier nicht vor. In seltenen Fällen kann es sich aber auch um hervorragende Weine handeln die nicht in das offizielle System der italienischen Weingesetzgebung passen (wollen).
IGT (Indicacazione Geografica Tipica): Gerade für letztgenanntere Weine wurde diese Qualitätsstufe eingeführt. Hierbei handelt es sich um eine Qualitätskategorie die sich nicht in die höhere DOC-Qualitätsstufe (bzw. deren traditionellen Vorschriften) einordnen lässt. Auf dem Etikett eines IGT-Weines darf eine Herkunftsbezeichnung aufgeführt werden (z.B. IGT Maremma Toscana für einen Wein aus der Maremma, also der Südwestlichen Toskana). Durch diese neue Kategorie ist es gelungen u.a. hervorragenden, neuartigen Weinen (z.B. Supertoskaner), die sich nicht in die DOC bzw. DOCG Statuten pressen ließen, eine würdige Kategorie abseits des Tafelweins zu geben.
Link: Auflistung IGT Gebiete
DOC (Denominazione di Origine Controllata): Diese Qualitätsweine unterliegen strengen Bestimmungen, wie Sortenzusammensetzung, Produktionsmengenbeschränkungen, Herkunft der Trauben, Weinbereitung und Ausbau. Die DOC-Bezeichnung entspricht dem französischen Appellation d’Origine Controlée. Inzwischen gibt es über 300 DOC Gebiete die unter nachfolgendem Link abrufbar sind.
Link: Auflistung DOC Gebiete
DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantia): Mit der wachsenden Zahl der DOC Gebiete wurde der Ruf nach einer neuen höheren Kategorie lauter. Dieser Forderung wurde schließlich Anfang der 80er Jahre mit der Einführung von DOCG Gebieten nachgegeben. Diese Kategorie zeichnet sich durch niedrigere Höchsterträge, strengere Produktionsvorschriften, limitierte Produktionsmenge (erkennbar an einem nummerierten Etikett am Flaschenhals) und längere Ausbauzeiten aus. In dieser Kategorie finden wir Italiens bekannteste Weine, wie z.B. den Brunello di Montalcino, Barolo, Chianti Classico oder den Vino Nobile di Montepulciano. Inzwischen gibt es über 30 DOCG Gebiete, hiervon sind die meisten in der Toskana und dem Piemont anzutreffen. Auch die DOCG Gebiete lassen sich unter nachfolgendem Link abrufen.
Link: Auflistung DOCG Gebiete
Bezeichnungen für weitere Qualitäts-/Produktionsmerkmale:
Classico: Mit "Classico" werden kleinere Gebiete bezeichnet, die sich innerhalb eines DOC / DOCG Gebietes befinden. Die Erzeuger von "Classico"- Weinen verstehen ihre Weine als die Besten der jeweiligen Region.
Riserva: Bei Riserva- Weinen handelt es sich um Weine, die entsprechend den jeweiligen Bestimmungen des Weingebietes eine vorgeschriebene Zeit, meist in einem großen oder kleinen Fass, gelagert wurden.
Superiore: Weine mit einer Superiore Bezeichnung sind meist längere Zeit im Fass gereift und besitzen meist 0,5 - 1,0 % mehr Alkoholgehalt als anderer DOC Wein der entsprechenden Region.